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Internationaler Tag der Pflege: Personenzentrierten Ansatz in der Pflege mitdenken


junger Mann assistiert Mann im Rollstuhl

Zum Internationalen Tag der Pflege zieht der Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen eine Zwischenbilanz zum Prozess Pflege Zukunft Wien:

 
In Wien werden bis 2030 über 9.000 Pflegekräfte zusätzlich gebraucht. Um den steigenden Bedarf an Pflegekräften in Zukunft in Wien zu sichern, startete im Februar 2020 der Prozess Pflege Zukunft Wien im Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen. Die Arbeitsfelder umfassen: Aus- und Weiterbildung, Arbeitsmarkt und Personalmanagement, Digitalisierung, Finanzierung und Innovation. 800 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Erwachsene in Kooperation mit dem AMS Wien und waff konnten bisher geschaffen werden.
 
Für die bessere Leistbarkeit erhalten die 18- bis 25-Jährigen ein Ausbildungsgeld. Außerdem gelang es eine Ausbildungsoffensive für alle drei Berufsgruppen (Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz, gehobener Dienst) in der Gesundheits- und Krankenpflege auf der FH Campus Wien zu starten und die Finanzierung zu sichern.
 

Qualität am Arbeitsplatz

Neben dem essentiellen Bereich der Ausbildung steht im Prozess auch die Verbesserung der Arbeitsplatzqualität im Vordergrund. Sandra Frauenberger, Geschäftsführerin des Dachverbands Wiener Sozialeinrichtungen: „Wir brauchen eine echte Wertschätzung der Pflegeberufe und eine Entlastung in der täglichen Arbeit. Innovation durch Digitalisierung ist hier ein hilfreiches Vehikel." Die zunehmende Digitalisierung ist im Pflegebereich ein wichtiges Thema geworden. Durch digitale Kommunikation werden mühsame Dokumentationen erleichtert, Wege verkürzt und den Austausch mit Fach- KollegInnen verbessert.
 

Qualität der Pflegeunterstützung

Auch im Behindertenbereich wie bei BALANCE Leben ohne Barrieren GmbH wird Digitalisierung in der Dokumentation längst erfolgreich eingesetzt. Der Schwerpunkt der Unterstützung bei BALANCE liegt im personenzentrierten Ansatz der eigenverantwortlich-mündigen Person. Es geht dabei um Lebensqualität, die die Person mit Pflegebedarf für sich definiert und bestimmt. Im Idealfall formuliert sie, was sie braucht und wird dabei von einem multiprofessionellen Team in den Fachbereichen Pflege, Medizin und sozialer Begleitung unterstützt. Marion Ondricek, Geschäftsführerin BALANCE: "Diese Haltung sollte in allen Ausbildungsvarianten in der Pflege unbedingt mitgedacht und mitvermittelt werden, denn auch im Behindertenbereich ist die Pflege ein wesentlicher und wachsender Bestandteil der Begleitung und Unterstützung geworden." (heh)
 

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